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Vom SINN des Openair Konzertes ROCK IN THE RUINS

Wir (MitarbeiterInnen von ROCK IN THE RUINS) haben uns Gedanken gemacht, welchen Sinn dieses Konzert hat. Wir haben überlegt, was wir damit erreichen wollen.

Drei Stichworte wurden sehr häufig genannt:

  • GEMEINSCHAFT
    • ein Konzert ist ein Gemeinschaftserlebnis
    • man trifft Leute
    • man geht mit Freunden hin
    • man lernt Leute kennen
    • MitarbeiterInnen arbeiten zusammen
    • sie schaffen etwas, was alleine unmöglich ist
    • Gefühl, etwas Sinnvolles organisiert zu haben
  • SPASS
    • Ein Konzert macht Spaß
    • gute Musik erleben
    • tanzen können
    • tolle Atmosphäre miterleben
    • erfahren, dass Aktion, Spaß und Glaube kein Widerspruch sind
  • KIRCHE ANDERS
    • Ein Konzert zeigt, dass Kirche auch anders sein kann, dass sie eine jugendgerechte Kirche sein will
    • andere Formen bei gleichem Inhalt
    • Musikrichtung ist jugendgerecht
    • zeigen, dass Kirche auch tolle, zeitgemäße, laute, abgefahrene,... Sachen machen kann
    • viele Möglichkeiten nutzen, Gott bekannt zu machen
    • auch ein Rockkonzert kann ein Ort Gottes sein

Brauchen wir Gott?
z.B. für Rock in the Ruins?

Hier mal was zum drüber nachdenken


Manchmal kommt einem eine Frage.

Frage: Brauchen wir für Rock in the Ruins Gott? Ich habe überlegt, wozu wir Gott für Rock in the Ruins vielleicht brauchen könnten. Klar, wir brauchen viele Menschen um das Konzert veranstalten zu können. Wir brauchen Geld, ohne Strom läuft nichts, wir benötigen Fahrzeuge und Werkzeuge, Toilettenwagen, eine Bühne, Bands und vieles mehr. Das ist alles so klar und lässt sich organisieren.
Aber wozu brauchen wir Gott bei Rock in the ruins?

Halten wir die Frage ein bisschen aus. Und verfallen wir nicht zu schnell auf die Antwort: Ja, für gutes Wetter, oder dass es keinen Streit gibt unter den Mitarbeitern, dass nichts passiert und so weiter.

Wozu brauchen wir Gott bei Rock in the Ruins? Wir könnten es doch ohne ihn machen.

Andere machen auch Konzerte und zwar ohne Gott. Jedenfalls wenden die sich vorher nicht an den Vater im Himmel und auf Erden und bitten ihn um seine Unterstützung. Da gibt es bei den Besprechungen keine Andacht und es wird auch nicht zu einem Gottesdienst vorher eingeladen.

Andere machen Konzerte ohne Gott, sie können es alleine und haben Erfolg. Ich selbst arbeitete dieses Jahr bei einem Konzert in Verrenberg mit. Dort war ich für einen der Bierstände eingeteilt. Von der Organisation her und dem Miteinander hat es gut geklappt, es waren viel mehr Besucher dort als bei Rock in the ruins. Scheinbar kann man Konzerte mit und ohne Gott machen; ob es ein Erfolg wird, hängt nicht davon ab, ob Gott dabei ist.

Das Shark – Konzert in Verrenberg wurde initiiert um mit dem Erlös die Jugendabteilung des Fußballvereins finanziell zu unterstützen. Das ist ein eindeutiger Zweck, oder sagen wir: Der Sinn des Konzertes ist Geld einzunehmen.

Wieder kommt die bohrende Frage: Können wir dann auf Gott verzichten bei Rock in the ruins?

Hier die Spur einer Antwort, die ich sehe: Mit Rock in the ruins wollen wir mehr als ein fröhliches Treffen und Geld für irgendeinen Zweck! Dieses Mehr ist für mich der Knackpunkt.

Wir wollen, dass bei Rock in the Ruins Gott genannt wird. Wir wollen das, damit die Besucher angeregt werden sich für Gott zu öffnen. Wie das geschieht - von der Bühne her und was wir an Drumherum noch dazu beitragen können - ist eine andere Frage.

Kontakt mit Gott ist nur möglich, wenn er selbst mitmacht. Ich kann keinen Kontakt zu jemanden herstellen, der erstens nicht existiert und zweitens einfach nichts mit mir zu tun haben will.

Wir können nicht auf Gott hinweisen, ohne dass er selbst bereit wäre für eine Begegnung mit jedem Menschen. Ansonsten wäre es Leute verarschen nach dem Motto: „Ätsch, den gibt es ja gar nicht - und wenn, dann will er mit dir bestimmt nichts zu tun haben.“

Wir brauchen die Kommunikationsbereitschaft Gottes, wenn wir zu ihm einladen wollen.

Wozu brauchen wir Gott bei Rock in the Ruins?

Wir brauchen ihn für das Zusammentreffen zwischen ihm und den Besuchern. Damit sie (und wir) ihn bei Rock in the Ruins treffen können, muss er dabei sein.

Das will ich aber auch noch ergänzen: Ich habe erlebt und bin überzeugt, dass Gott mir beim Hämmern hilft und beim Schleppen von Bühnenteilen, beim Organisieren und beim emotionalen Verarbeiten in den Tagen nach dem letzten Gang über die Ruine. So kenne ich ihn. Und er lässt seine Sonne auch scheinen über Forchtenberg und Verrenberg und viele andere Veranstaltungsorte. Gottes allgemeine Fürsorge macht da keinen Unterschied.

Wenn sich aber eine neue Beziehung entwickeln soll, muss Gott selbst erscheinen.

Dann geschieht, was in Hiob 42,5 steht: „Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen.“ Dazu brauchen wir Gott bei Rock in the ruins!


Andacht von Daniel Febel (aus der Juwez Oktober 2002)
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 25. Februar 2010 um 18:16 Uhr