| 10 Jahre Rock in the Ruins |
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Eine Vision, ein Pfarrer, ein mutiger Bürgermeister, eine Stadtbevölkerung und bis in die Haarspitzen engagierte Jugendliche. Das waren 1998 die Stützen des ersten Rock in the Ruins. Was zunächst nur Idee war, galt es nun mit Inhalten zu füllen. Mit jedem erledigten Problem taten sich neue auf, die organisiert werden mussten. Sponsoren, mussten gefunden werden, die Bewohner Forchtenbergs waren zu informieren, es musste Werbung gemacht werden und ganz wichtig: welche Bands sollten spielen? Klar war hier nur, es sollten Bands aus der christlichen Rock-Szene auftreten. Als Datum für das erste Rock-in-the-Ruins hatte man sich auf den 17. Juli 1998 festgelegt. In der letzten Woche vor dem Termin war die Ruine erfüllt vom Klang der Werkzeuge. Kernstück eines Open-Air-Festivals ist eine Bühne. Da man nur ein kleines Budget zur Verfügung hatte, wurde auf den Selbstbau zurückgegriffen. Unter den fleißigen Händen von freiwilligen Helfern entstand die Bühne im ehrwürdigen Gemäuer der Ruine. Bühnentechnik musste beschafft und aufgebaut werden. Um die Bühne herum wurde mit viel Muskelkraft und Enthusiasmus die Logistik aufgebaut. Das Publikum wollte ja schließlich auch versorgt sein. Viel Schweiß wurde in dieser Zeit vergossen und dann war es soweit - alles fertig! Doch all die Arbeit schien umsonst, bis zum 17. Juli regnete es und Zweifel kamen auf - dann aber Sonne pur und die ersten Besucher kamen. Bis in die Nacht hinein wurde Party auf der Ruine gemacht. Die Begeisterung des Publikums blieb den Machern von Rock-in-the-Ruins in Erinnerung, als sie sich Tage nach dem Abbau wieder trafen und so fing man an das zweite Open-Air für 1999 zu planen. Keiner konnte abschätzen, dass sie hier wahrlich Großes auf den Weg brachten. Vergleicht man die Veranstaltungen von 1998 und heute miteinander stellt man fest - geändert hat sich eigentlich nicht viel. Die selbstgebaute Bühne ist einer professionellen Bühne gewichen. Die Technik änderte sich mit den Anforderungen der Bands. Unverändert ist die Vision geblieben und die Bereitschaft der vielen jungen Helfer, ihre Freizeit für die Durchführung des Open-Air einzubringen. Einige der Helfer sind gemeinsam mit Rock-in-the-Ruins um 10 Jahre älter geworden, aber immer noch mit ganzen Herzen dabei. In diesen 10 Jahren hat sich vieles zugetragen - erfreuliches und enttäuschendes. Aus der Vielzahl der Helfer entstanden Freundschaften, Rock-in-the-Ruins wurde zu einer festen Größe in der christlichen Rockszene Europas, Bands und Besucher kamen auf die Ruine und verließen sie begeistert und blieben uns bis heute in Freundschaft verbunden. geschrieben von Thorsten Reusch |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 20. Januar 2010 um 19:55 Uhr |





